Besuch beim australischen Widerstand


Outb_austr

Nachdem während des Castortransportes 2003 zwei Vertreterinnen des australischen Atomwiderstandes zu Gast im Wendland waren, bekamen die BI und die Bäuerliche Notgemeinschaft eine Gegeneinladung zum Besuch Australiens. Dieser fand im März 2004 statt, als wir zu dritt nach Sydney flogen, um dort mit Widerstandsgruppen zusammenzutreffen und gemeinsam mit Leuten von Friends Of The Earth Australia an einer "Solidarity-Tour" teilzunehmen.
Wir starteten am Lucas Heights Reaktor in Sydney (Australiens einzigem Atomreaktor), um dann in etwa der Route der geplanten Atommülltransportstrecke durch die Blue Mountains über Orange, Dubbo, Broken Hill, Adelaide und schließlich Coober Pedy  zu folgen. An der Strecke trafen wir mit den örtlichen Widerstandsgruppen zusammen, sowie einige Male mit interessierten Vertretern von Feuerwehr und Ambulanz, um über Erfahrungen zu berichten und Informationen auszutauschen. Mit den australischen Medien hatten wir täglichen Kontakt.
Der Höhepunkt unserer Reise war auf jeden Fall das Treffen mit den Kungkas, den Aborigineältesten, die gegen das von der australischen Regierung geplante Atommüllendlager neben Woomera – auf ihrem Land – kämpfen.
Es war ermutigend zu erfahren, daß diese Aboriginedamen schon jahrelang gegen die atomare Verseuchung ihres Lebensraumes angehen und trotz ihres hohen Alters, für ihre Kinder und Enkel weiterkämpfen.
Mit Erfolg, denn wie im August 2004 bekannt wurde, hat die australische Regierung ihre Endlagerpläne in Südaustralien aufgegeben...