Die Erkundungslüge
Die Frankfurter Rundschau berichtete am 28. Mai von einem Papier des Bundesamtes für Strahlenschutz, das die enormen Kosten bei der "Erkundung" des Gorlebener Salzstockes erklärt: Das "Erkundungsbergwerk" wurde gleich mit allen notwendigen Einrichtungen versehen, die seinen späteren Betrieb als Endlager ermöglicht. Das hat die Gorlebener "Erkundung" zur teuersten weltweit gemacht.
Wir werten das als Eingeständnis einer politischen Lüge, die seit vielen Jahren von einer "Erkundung" spricht, aber ein Endlager baut.
Schon jetzt berufen sich Atomindustrie und CDU auf Gorleben, wenn sie einen Vergleich mehrere Standorte für ein Atommüllendlager blockieren. De facto haben sie sich auf diesen Standort als Endlager festgelegt.
Gegen die Erkundungslüge hat auch die Notgemeinschaft mit 30 Traktoren an einer symbolischen Besetzung protestiert. Mehr 1000 Menschen demonstrierten am Freitag Mittag spontan am Endlager. Rund zwei Stunden lang besetzten sie heute Mittag das Gelände des Schwarzbaus Gorleben. Die Besetzungsaktion endete friedlich, kurz nach dem Eintreffen von Polizeihundertschaften.