Medien
Die "Zeit" pinkelt gegen den Wind
10.Nov.2010
Der Wissenschaftsjournalist Yogeshwar lieferte am
Abend „nach dem Castor“ in seiner
Wissenschaftssendung Quarks und Co ein beispielhaftes
Stück Aufklärung über die „verzweifelte Suche
nach einem Atommüll-Endlager“ abgeliefert. Das
Thema war so verständlich aufbereitet, dass niemandem
die Zusammenhänge unverständlich bleiben konnten.
Das wäre eine Pflichtsendung für den Zeit-Autor Frank Drieschner gewesen. Der beschuldigte in seinem Artikel „Die grüne Atomlüge“ die atomkritische Organisationen der Realitätsverweigerung, weil Atomstrom klimafreundlich sei. Er rechnet das Risiko durch einen Atomunfall gegen das Leiden durch die Klimakatastrophe auf: Die koste mehr Tote. Blöd, wenn beides passiert: Ein atomarer Supergau und die Klimakatastrophe. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.
Dass die Kombination aus unflexiblen Atommeilern und billigem Atomstrom eine Modernisierung der Energieversorgung blockiert, darauf geht Drieschner gar nicht ein. Stattdessen greift er sogar zur altlinken Postille „Anti-Atim-Aktuell“, die kaum jemand liest, um die Weltfremdheit des Widerstandes zu legen.
Die schönste Stelle im Artikel ist sein Vorschlag, den Atommüll erstmal im Salzstock zu vergraben. Für zwei, drei Jahrhunderte lieger er da ganz bestimmt gut, das könne Drieschner sicher sagen. Und dann sei die Technik bestimmt soweit, dass man ihn wieder rausholen und richtig behandeln könne.
Drieschners Hoffnung könnte man einen naiven Kinderglauben nennen. Warum darf dieser Autor ganz vorn in der „Zeit“ Märchen erzählen, den nicht mal mehr das Atomforum erzählt? Das muss etwas mit dem Bedürfnis des Blattes zu tun haben, jede breite gesellschaftliche Strömung unverzüglich als nicht durchdacht zu brandmarken. Die Redaktion scheint ebenfalls keine Ahnung vom Thema Atommüll zu haben, sonst hätten sie das nicht als politischen Diskussionsbeitrag durchgehen lassen, sondern als besonders scharfsinnig-absurden Beitrag zum Auftrag des Karnevals ins Feuilleton gestellt.
Sucht das Deutsche Atomforum einen Pressesprecher? Drieschner wäre eine Empfehlung. Ein bißchen mehr Fachkenntnis könnte allerdings selbst für diesen Job nicht schaden.
Das wäre eine Pflichtsendung für den Zeit-Autor Frank Drieschner gewesen. Der beschuldigte in seinem Artikel „Die grüne Atomlüge“ die atomkritische Organisationen der Realitätsverweigerung, weil Atomstrom klimafreundlich sei. Er rechnet das Risiko durch einen Atomunfall gegen das Leiden durch die Klimakatastrophe auf: Die koste mehr Tote. Blöd, wenn beides passiert: Ein atomarer Supergau und die Klimakatastrophe. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.
Dass die Kombination aus unflexiblen Atommeilern und billigem Atomstrom eine Modernisierung der Energieversorgung blockiert, darauf geht Drieschner gar nicht ein. Stattdessen greift er sogar zur altlinken Postille „Anti-Atim-Aktuell“, die kaum jemand liest, um die Weltfremdheit des Widerstandes zu legen.
Die schönste Stelle im Artikel ist sein Vorschlag, den Atommüll erstmal im Salzstock zu vergraben. Für zwei, drei Jahrhunderte lieger er da ganz bestimmt gut, das könne Drieschner sicher sagen. Und dann sei die Technik bestimmt soweit, dass man ihn wieder rausholen und richtig behandeln könne.
Drieschners Hoffnung könnte man einen naiven Kinderglauben nennen. Warum darf dieser Autor ganz vorn in der „Zeit“ Märchen erzählen, den nicht mal mehr das Atomforum erzählt? Das muss etwas mit dem Bedürfnis des Blattes zu tun haben, jede breite gesellschaftliche Strömung unverzüglich als nicht durchdacht zu brandmarken. Die Redaktion scheint ebenfalls keine Ahnung vom Thema Atommüll zu haben, sonst hätten sie das nicht als politischen Diskussionsbeitrag durchgehen lassen, sondern als besonders scharfsinnig-absurden Beitrag zum Auftrag des Karnevals ins Feuilleton gestellt.
Sucht das Deutsche Atomforum einen Pressesprecher? Drieschner wäre eine Empfehlung. Ein bißchen mehr Fachkenntnis könnte allerdings selbst für diesen Job nicht schaden.
