WiderstandsPartie: Riesengroßer Erfolg

Widerstandspartie-1(22. Mai) Damit haben auch wir nicht gerechnet: Tausende Besucher/innen kamen zur WiderstandsPartie an die Atomanlagen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz hatte die Veranstaltung organisiert, dreissig Austeller/innen der KLP hatten ihre Stände aufgebaut, auf der Bühne gab’s Musik und Theater. Auch die Bäuerliche Notgemeinschaft war mit einem Infostand präsent und hatte Fahrten mit Traktoren und Anhängern um das Bergwerksgelände im Angebot. (…)

 

 

 


Kulturelle Landpartie:

Bäuerliche Notgemeinschaft in Diahren

Diahren10-28Wir sind umgezogen: In das Dorf Diahren, auf den Milchschafhof von Giselher Kühn. Dort können sich die Besucher/innen der KLP  zwischen Himmelfahrt und Pfingsten über den bäuerlichen Widerstand gegen die Atomlobby und die Anlagen in Gorleben informieren. Die meiste Zeit steht jemand von uns für Gespräche zur Verfügung, es werden Filme gezeigt und eine kleine Fotoausstellung.

Die Kulturelle Landpartie ist seit 1990 ein Magnet für kulturinteressierte Wendland-Besucher/innen. Weit über 100 “Wunde.r.punkte” öffnen ihre Tore. Inzwischen sind es mehrere Zehntausend, die zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen. Die Wurzeln der KLP liegen im Widerstand gegen Atomkraftwerke und die Atommülltransporte nach Gorleben – was viele Besucher/innen allerdings angesichts des großen Angebots an Countrylifestyle mittlerweile nicht mehr wahrnehmen.

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Wir kämpfen seit 1977 gegen die Atomlobby.
Unser Motto: “Niemals aufgeben!”
Auch nach dem “Atomkonsens” von 2013 können wir nicht zufrieden sein.

Die abgebrannten Brennstäbe aus den Atomkraftwerken sind immer noch hochradioaktiv. Die Strahlung schädigt lebendige Zellen, höhere Dosen sind tödlich. Ausserdem enthalten sie Plutonium, die giftigste Substanz, die wir kennen. Deshalb muss Atommüll über lange Zeit von allem Lebendigen ferngehalten werden. Lange Zeit bedeutet: Mehrere hunderttausend Jahre. Hochradioaktiver Müll darf niemals in Kontakt mit Luft oder Wasser kommen. Alles in seinem Strahlenbereich wird ebenfalls radioaktiv.
Die abgebrannten Brennstäbe werden “zwischengelagert”. Ein Teil von ihnen in Zwischenlagern an den Atomkraftwerken, die meisten im Zwischenlager Gorleben, einer großen belüfteten Halle. Der Atommüll ist dort noch in den Transportbehältern eingeschlossen, den “Castoren”. Ihnen wird eine Lebensdauer von etwas 40 Jahren zugebilligt. Was dann damit geschehen soll, ist noch offen. Weltweit gibt es noch kein “Endlager” für hochradioaktiven Müll.
Grundsätzlich gibt es drei Konzepte:
1. Die Tiefenlagerung in einem Salzstock, von dem man annimmt, dass er über hunderttausende Jahre stabil bleiben. Das weiche Salz fließt und nimmt den Atommüll über die Jahrhunderte mit. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass er irgendwann in Kontakt mit Wasser und anderen Flüssigkeiten kommt, die dann das Grundwasser oder Teile der oberen Erdkruste radioaktiv verseuchen.
2. Die Tiefenlagerung in Tongestein oder Granit. Der Atommüll steht in Kavernen und bleibt im Prinzip rückholbar.
3. Ein oberirdisches Lager, das jederzeit zugänglich bleibt, bewacht und kontrolliert wird. Allerdings bliebe es dann auch zugänglich für feindliches Militär und Terroristen, die mit dem Atommüll “schmutzige Bomben” bauen und ganze Regionen unbewohnbar machen könnten.
Nach einer kurzen Anstandspause, ausgelöst durch die Havarie der Atomkraftwerke bei Fukushima, fassen einige Staaten und Unternehmen wieder den Neubau von Atomkraftwerken ins Auge. Dazu gehören natürlich Russland und Staaten wie Iran oder Argentinien, aber auch Großbritannien und Finnland. Sie alle nehmen in Kauf, dass es nach wie vor keine Lösung für den hochradioaktiven Müll gibt, den sie erzeugen werden. Diese Sorge überlassen sie den kommenden Generationen.