113 Castoren stehen im Zwischenlager Gorleben, 13 davon müssen demnächst einen Sicherheitscheck durchlaufen. Sollte eine Reparatur der Tragzapfen nötig werden, dürfen die Castoren in dieser Zeit nicht bewegt werden. Die Gesellschaft für Nuklarservice (GNS), die das Zwischenlager betreibt, will deshalb für die Reparatur die benachbarte Pilotkonditionierungsanlage benutzen. Die ist allerdings schon in den 80er Jahren errichtet worden und noch nie in Betrieb gegangen. Umstritten ist, ob sie überhaupt noch dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht und eine Betriebsgenehmigung besitzt. Die GNS ist – natürlich – dieser Meinung. Die atomkritischen Organisationen bestreiten dies dagegen und fühlten sich in mündlichen Gesprächen vom Umweltminister Wenzel darin bestätigt. Der hat bislang noch keine amtliche Stellungnahme abgegeben. Nun wurde er von der Bürgerinitiative Umweltschutz aufgefordert, die Atomaufsicht einzuschalten und gegen die Pläne der GNS vorzugehen.