Wohin mit den 26 Castor-Behältern, die nach der Vereinbarung des letzten “Atomkonsenses” nicht mehr in Gorleben zwischengelagert werden sollen? Sie bleiben vorerst in England und Frankreich. Denn unklar ist nach wie vor, welche Bundesländer den Atommüll aufnehmen und in kraftwerksnahen Zwischenlagern abstellen wollen.Was sehr merkwürdig ist, denn für die früheren Transporte nach Gorleben wurden eine völkerrechtlich verbindliche Verträge bemüht, die die Castortransporte angeblich zwingend erforderten. Nun dürfen sie bis 2020 in den Wiederaufbereitungsanlagen La Hague und Sellafield bleiben, so die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter.

Hintergrund: Nur Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hatten sich bereit erklärt, die Castoren aufzunehmen. Weil sich kein drittes Bundesland fand, zogen sie ihre Zusagen wieder zurück.

 

Bild: Wiederaufbereitungsanlage Sellafield