“Ohne eine eigene kerntechnische Industrie, die in eine entsprechende Forschungslandschaft eingebettet ist, wird es nicht möglich sein, weiter eine treibende Kraft kerntechnischer Sicherheit weltweit zu sein”, sagte der Präsident des Atomforums, Ralph Güldner, in seiner Eröffnungsrede des “Annual Meeting on Nuclear Technology” (“Jahrestagung Kerntechnik”), die in vom 4. bis 7. Mai in Berlin stattfand.

Im Klartext: Wir bleiben im Rennen. Bis wir in Deutschland wieder Atomkraftwerke bauen können, bauen wir sie woanders.

Güldner, im Hauptberuf stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung bei “E.ON Kernkraft”, vertrat die Auffassung, trotz Kernenergieausstiegs bekenne sich die Bundesregierung weiterhin zum “kerntechnischen Gestaltungsanspruch”.

In seiner Rede mahnte Güldner auch größere Eile bei der Endlagersuche an. Allerdings hält er nach wie vor an Gorleben fest. Als die Endlagerkommission ihre Arbeit aufnahm, sagte er dem Deutschlandfunk: “Wir sind der Überzeugung, Gorleben ist ein geeigneter Standort. Oder anders herum ausgedrückt: Wir sind der Überzeugung, wenn man die Untersuchung zu Ende führt, dann wird sich herausstellen, dass Gorleben geeignet ist.” Klar, dass Güldner diese teure “Ehrenrunde” für unnötig hält und die Standortsuche so kurz wie möglich gestalten will. Es wird ja sowieso Gorleben.

 

(Foto: kernenergie.de)